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Eröffnet wurde der Abend mit einem spannenden Impulsvortrag von Dr. Philipp Legrand, der mit seiner These „Die Zivilgesellschaft ist nicht neutral“ direkt in die Diskussion und die zentralen Fragen des Abends überleitete: Was bedeutet eigentlich „neutral“? Wie steht es um unsere Demokratie? Was braucht es, damit Demokratie (weiter) gelingen kann?

Die GEW Celle reihte sich mit einem Stand in den Roten Faden der Demokratie ein und informierte die Besucher*innen über den Mythos Neutralität in Schulen: Wenn es in Schule um politische Bildung geht, müssen Lehrkräfte sich nicht neutral verhalten. Lehrkräfte müssen dagegen auf Basis des Grundgesetzes klare Haltung beziehen gegen menschenverachtende Aussagen und gegenüber Positionen, die nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar sind.

Informationen und Handlungsempfehlungen gibt die Broschüre Schule zeigt Haltung – Mythos Neutralität: Demokratie stärken und Haltung zeigen im Schulalltag, die von der GEW miterarbeitet und herausgegeben wurde. Wer an dem Abend kein Exemplar erhalten konnte, kann die Broschüre hier herunterladen:

https://www.gew.de/themen/schule-zeigt-haltung/mythos-neutralitaet

Aus aktuellem Anlass sei hier auch auf den Leser*innenbrief von Ellen Brutschke verwiesen, den die CZ am 02.10.2026 veröffentlichte:

Schulen können nicht wertneutral sein

Zum Artikel „In Neustadt und Heese ging nur jeder zweite zur Wahl“ (CZ vom 25.09.26)

In dem Artikel wird unter anderem die Meinung vertreten, politische Arbeit sollte in Schulen nicht stattfinden und Schulen seien „ein Ort der Neutralität“. Diese Sichtweise verkannt den Bildungs- und Erziehungsauftrag unserer Schulen grundlegend.

Zu den Aufgaben von Schule gehören gerade die Auseinandersetzung mit Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit sowie die kritische Beschäftigung mit unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Positionen. Schulen können deshalb nicht wertneutral sein.

Lehrkräfte haben sich an den Grundwerten unserer Verfassung zu orientieren. Sie müssen junge Menschen auf ein Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorbereiten. Dazu gehört, aktuelle politische Debatten zu verstehen, Argumente kritisch zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden, die von Respekt und Achtung der Menschenwürde geprägt ist, sodass sie sich später gesellschaftlich einbringen und wählen gehen.

Wer politische Bildung aus den Schulen verbannen möchte, gefährdet das Fundament unserer Demokratie.